Der Rheinische Kammerchor Köln (RKK)

siegenbrink-rheinischerkammerchorkoeln-fotoist einer der traditionsreichen Konzertchöre Kölns. Gründer des Chores war Hermann Schroeder, Kölner Musikhochschulprofessor und Komponist. Er führte den RKK von 1962 bis ins Jahr 1969. Ihm folgte als Chorleiter der Kölner Studiendirektor und Komponist Ferdinand Henkemeyer. Seit 1995 ist Wolfgang Siegenbrink künstlerischer Leiter des RKK.
Der Rheinische Kammerchor Köln fühlt sich der klassischen Chormusik des 18. und 19. Jahrhunderts verpflichtet, aber ebenso auch der ernsten modernen Musik. Er hat rund 70 Mitglieder, und es gelingt ihm immer wieder, junge Sängerinnen und Sänger für sein vielfältiges Repertoire zu begeistern, das alle großen Werke der Chormusik umfasst.
Der RKK feierte im Mai 2012 mit einer Aufführung des Mendelssohn-Oratoriums Paulus im Konzerthaus Berlin sein 50-jähriges Bestehen.

Das Consortium Musica Sacra Köln

wurde 1999 vom Cellisten Martin Burkhardt gegründet mit dem Ziel, Aufführungen von Geistlicher Musik mit adäquatem Instrumentarium zu ermöglichen.
Die Besetzungsgröße reicht von der dreiköpfigen Basso-Continuo-Besetzung (etwa für H. Schütz’ Exequien) über Kammerorchestergröße (Bach-Kantaten oder Händel-Oratorien) bis hin zu symphonischen Größenordnungen (z.B. Brahms-Requiem); das Repertoire umfasst die Epochen vom Frühbarock (ab Prätorius) über Hoch- und Spätbarock, Klassik, Romantik bis zur Gegenwart.
Das Consortium Musica Sacra Köln bietet deshalb das jeweils zur musikalischen Epoche gehörende adäquate Instrumentarium an; es besteht die Möglichkeit des Einsatzes „barocker“, „klassischer“, „romantischer“ wie auch „moderner“ Instrumente. Adäquat – das bedeutet neben der Wahl des Instrumentariums aber auch Flexibilität hinsichtlich der Spielweise. So rekrutieren sich die Instrumentalisten größtenteils aus der „freien“ – d.h. nicht subventionierten – Musikszene und sind daher frei von den oft etwas starren und eingefahrenen Spielgewohnheiten des „etablierten“ Musikbetriebs.
In den letzten Jahren hat das Consortium Musica Sacra Köln vor allem im Rheinland auf sich aufmerksam gemacht durch Aufführungen von Monteverdis „Marienvesper“ in der Klosterbasilika Knechtsteden, von Händels „Messias“ in der Kölner Philharmonie, von Bachs Passionen im Kölner Raum, diversen Konzerten in der Kölner Trinitatiskirche oder alljährlich von Bachs „Weihnachtsoratorium“ in allen sechs Teilen im Altenberger Dom.

Julia Reckendrees

siegenbrink-reckendrees-fotobegann ihre musikalische Ausbildung schon in früher Kindheit mit Klavier, Violine und Gesang. Solistisch wirkte sie vor Ihrem Studium für ca. 15 Jahre bei zahlreichen Kindermusiktheater-Produktionen, CD-Aufnahmen und Konzertreisen mit.
Im Sommer 2016 machte Sie ihren Abschluss im Master-Studiengang Gesang mit Schwerpunkt Oratorium und Ensemblegesang an der Robert-Schumann-Hochschule in Düsseldorf in der Klasse von Anja Paulus. An der Hochschule für Musik und Tanz Köln absolvierte sie bereits ein Staatsexamen in Schulmusik sowie einen Bachelor in Gesangspädagogik.
Neben solistischen Engagements im Konzert- und Oratorienfach hat Julia Reckendrees eine besondere Liebe zur Chor- und Ensemblearbeit. Ihr Repertoire reicht von historischer Aufführungspraxis Alter Musik über Klassik hin zu zeitgenössischen Werken. Konzertreisen führten sie nach Italien, Frankreich, Dänemark, Israel und Indien. Sie ist in zahlreichen professionellen Chören und Ensembles aktiv und seit 2011 erster Sopran beim renommierten Vokalensemble „Kölner Vokalsolisten“, mit welchem sie regelmäßig Uraufführungen sowie a cappella-Konzerte präsentiert. Mit ihrem Pop-a-cappella-Ensemble „Soundescape“ gewann Sie im Sommer 2015 den 1. Preis in der Kategorie Profi beim Bundeswettbewerb „German A-Cappella“.
In Bonn leitet Julia Reckendrees eine Gesangsklasse und ist als Stimmbildnerin für verschiedene Chöre und Ensembles im Raum Köln/Bonn tätig.

Dominique Aline Bilitza

siegenbrink-bilitza-fotoSchon während ihres Gesangsstudiums in Mannheim und Köln beschäftigte sich Dominique Aline Bilitza intensiv mit dem Musiktheater, so führten sie Verpflichtungen an die Oper Dortmund, das Nationaltheater Mannheim, die städtischen Bühnen Münster und auf die Ruhrtriennale, wo sie z. B. 2009 in Arnold Schönbergs „Moses und Aron“ unter der Regie von Willy Decker zu sehen war. Als Konzertsolistin ist sie regelmäßig in großen oratorischen Werken und Messen zu hören.
Die Ensemblearbeit bildet einen Schwerpunkt der Mezzosopranistin. Seit 2010 ist sie regelmäßig als freie Mitarbeiterin des SWR Vokalensemble Stuttgart tätig. Außerdem spielte sie u.a. mit dem WDR Rundfunkchor, ChorWerk Ruhr und dem Orpheus Vokalensemble zahlreiche CD- und Rundfunkaufnahmen ein und konzertierte auf Festivals wie den Salzburger Festspielen und dem Lucerne Festival mit zahlreichen namhaften Dirigenten.
Neben ihrer künstlerischen Tätigkeit arbeitet Dominique Aline Bilitza außerdem als freie Gesangspädagogin in Köln und ist ausgebildete Yogalehrerin (BYV).

Alexandra Thomas

siegenbrink-thomasalexandra-fotoDie Mezzosopranistin hat in Tübingen und Köln Kunstgeschichte, Philosophie, Schulmusik, Gesangspädagogik sowie Opern- und Konzertgesang studiert. Die wichtigsten künstlerischen Impulse erhielt sie von ihrem Gesangslehrer Arthur Janzen sowie von Opernschulleiter Karl-Josef Görgen und Regisseur Michael Hampe. In Meisterkursen lernte sie besonders von Kammersängerin Gabriele Schnaut, Bernarda Fink und Thomas Heyer. Als Mitglied des Kölner Opernstudios arbeitete sie mit Dirigenten wie Enrico Dovico und Markus Stenz. Alexandra Thomas übernahm zahlreiche Partien in der Kölner Kinderoper, während sie im Großen Haus als Page in „Salome“ oder Mercédès in „Carmen“ zu hören war. Daraufhin erhielt sie 2007 ein Stipendium des Richard-Wagner-Verbandes Köln.
Bereits parallel zum Studium etablierte sie sich als Konzertsolistin, deren Repertoire von Bachs großen Oratorien über Dvoráks „Stabat mater“ bis hin zu Uraufführungen zeitgenössischer Werke reicht.
Neben ihren regelmäßigen Auftritten in Deutschland, u.a. in der Kölner Philharmonie, der Beethovenhalle Bonn, dem Konzerthaus Dortmund oder der Alten Oper Frankfurt sowie im Rahmen internationaler Musikfestivals wie „Klangvokal“, führten Konzertreisen die Sängerin nach Russland, Japan, Frankreich, Italien, Israel und New York.
Mit dem Dirigenten Harald Jers und seinem ausgezeichneten Kammerchor CONSONO gestaltete sie als Solistin zudem CD-Aufnahmen und Rundfunkübertragungen.
Der Lied-Interpretation widmet sie sich intensiv in der Zusammenarbeit mit der Bonner Pianistin Lydia Neitzel: Alexandra Thomas konzipiert und moderiert ihre Lieder-Programme selbst, zuletzt im Rahmen der viel beachteten Liederreihe im Rautenstrauch-Joest-Museum in Köln.
Die Mezzosopranistin leitet in Bonn eine private Gesangsklasse und ist Mitglied des renommierten A-cappella-Sextetts „Kölner Vokalsolisten“.