Der figuralchor köln

mailaender-figuralchorkoeln-foto-2wurde 1986 von Richard Mailänder und dem damaligen Künstlerseelsorger Dr. Friedhelm Hofmann (heute Bischof von Würzburg) gegründet. Bereits das erste Programm des Chores nahm sich des Themas Stundenbuch/Vesper an. Diese Tradition setzt der Chor bis heute fort in der Gestaltung von Evensongs oder seit einigen Jahren der „Vigil im Advent“, für die er immer wieder neue Kompositionen schreiben lässt (u.a. Klaus Wallrath, Bernhard Blitsch). Schon von Beginn an sollte in der Arbeit des Chores geistliche Musik über das Hören hinaus in entsprechenden Kontexten erfahrbar und „verheutigt“ werden. So wurden u.a. die h-Moll-Messe von J.S. Bach und Monteverdis Marienvesper in einen liturgischen Kontext gebettet; Händels Messias im Rahmen einer Aufführung an drei verschiedenen Orten zu Gehör gebracht; Liszts Christus in besonderer Lichtregie und Max Baumanns „Auferstehung“ im Treppenhaus des Gürzenich mit Blick auf die Trümmer von St. Alban aufgeführt. Ein besonderer Höhepunkt 2014 zum Gedenken an den Ausbruch des 1. Weltkriegs war die Aufführung zweier Requiemvertonungen von A. Kastalsky und R. Mauersberger zusammen mit Chören aus Moskau und Graz in den drei Städten. Fester Bestandteil des Chorprogramms ist die Ostermusik am Ostermontag, für die schon zahlreiche Auftragskompositionen geschrieben wurden, wie z.B. 2016 das Oratorium „Lumen Christi“ von dem lettischen Komponisten Rihards Dubra. Eine CD-Aufnahme mit englischer Chormusik erschien in diesem Jahr beim Carus-Verlag.
www.figuralchor-koeln.de

Richard Mailänder

Richard_Mailänder1958 geboren, studierte Kirchenmusik, Musikwissenschaften und Geschichte in Köln und war seit 1987 als Diözesan-Referent für Kirchenmusik im Erzbistum Köln tätig bis er 2006 zum Erzdiözesankirchenmusikdirektor ernannt wurde. Er veröffentlichte zahlreiche Beiträge in Zeitschriften und Büchern zu Fragen der Kirchenmusik, insbesondere zu vokaler Arbeit, und ist (Mit-)Herausgeber erfolgreicher thematischer Werke, zuletzt des „Chorbuch Gotteslob“. Nach einem Lehrauftrag an der Robert-Schumann-Hochschule in Düsseldorf unterrichtet er seit 2000 an der Hochschule für Musik und Tanz Köln, die ihn 2014 zum Honorarprofessor ernannte. Schwerpunkt seiner künstlerischen Arbeit ist der figuralchor koeln, den er 1986 gründete und seitdem leitet.

Das Consortium Musica Sacra Köln

wurde 1999 vom Cellisten Martin Burkhardt gegründet mit dem Ziel, Aufführungen von Geistlicher Musik mit adäquatem Instrumentarium zu ermöglichen. Die Besetzungsgröße reicht von der dreiköpfigen Basso-Continuo-Besetzung über Kammerorchestergröße bis hin zu symphonischen Größenordnungen das Repertoire umfasst die Epochen vom Frühbarock über Hoch- und Spätbarock, Klassik, Romantik bis zur Gegenwart.
In den letzten Jahren hat das Consortium Musica Sacra Köln vor allem im Rheinland auf sich aufmerksam gemacht durch Aufführungen von Monteverdis „Marienvesper“ in der Klosterbasilika Knechtsteden, von Händels „Messias“ in der Kölner Philharmonie, von Bachs Passionen im Kölner Raum, diversen Konzerten in der Kölner Trinitatiskirche oder alljährlich von Bachs „Weihnachtsoratorium“ in allen sechs Teilen im Altenberger Dom.

Gela Birckenstaedt

gvbirckenstaedt_0249c(Sopran) erhielt ihre Gesangsausbildung bei Hilde Wesselmann (Essen) und Christiane Gaal (Berlin). Darüber hinaus gewann sie künstlerische Anregungen in Gesangs- und Interpretationskursen u. a. bei Arleen Auger und Barbara Schlick. Aktuell arbeitet sie mit Ingeborg Danz (Köln) und Prof. Stewart Emerson (Berlin) zusammen. Gela Birckenstaedt widmet sich vor allem dem Lied-, Konzert- und Oratoriengesang. Ihr breit gefächertes Repertoire reicht von Werken der Renaissance und des Barock bis hin zu zeitgenössischen Kompositionen. Einen besonderen Schwerpunkt bildet die Musik des 17. und 18. Jahrhunderts, speziell das Kantatenwerk Johann Sebastian Bachs. Die Sopranistin ist u. a. mit barocken Soloprogrammen und romantischen Liederabenden, sowie mit Solo-Partien großer Chor-Orchester-Werke von Johann Sebastian Bach bis hin zu Felix Mendelssohn Bartholdy und Johannes Brahms zu hören. In den vergangenen Jahren ist Gela Birckenstaedt u.a. mit folgenden solistisch besetzen Ensembles aufgetreten: Weser-Renaissance Bremen unter Manfred Cordes, La Capella Ducale/Musica Fiata Köln unter Roland Wilson und Schola Heidelberg (Ensemble für zeitgenössische Musik) unter Walter Nussbaum. Außerdem singt sie als Gast im Balthasar Neumann Chor unter Thomas Hengelbrock, und sie ist Mitglied des Amsterdam Baroque Choir unter Ton Koopman, unter dessen Leitung sie auch solistisch aufgetreten ist.

Zahlreiche Solo-Auftritte führten Gela Birckenstaedt zu wichtigen europäischen Festivals im In- und Ausland, z.B. zu den Festwochen der Alten Musik in Innsbruck und Brügge, zum Flandern Festival, Stockholm Early Music Festival, Bachfest Leipzig, Düsseldorfer Altstadtherbst, Festival Alte Musik Knechtsteden und Festival de musique ancienne de Ribeauvillé. Rundfunk- und CD-Produktionen − darunter Aufnahmen mit Kantaten Georg Philipp Telemanns, Oratorien von Giacomo Carissimi und Dietrich Buxtehudes „Jüngstes Gericht“ − dokumentieren die künstlerische Arbeit der Sängerin.
www.gela.birckenstaedt.de

Stephanie Wilkens

absolvierte in der Zeit von 1994 bis 1996 die kirchenmusikalische C-Ausbildung beim Erzbistum Köln und ist seither in den Bereichen liturgisches Orgelspiel, Chorleitung und Stimmbildung als nebenamtliche Kirchenmusikerin tätig.
Sie singt aktiv in verschiedenen Chören der Region. Ihre gesangliche Ausbildung erhielt sie bei Ingrid Schmithüsen, Nicole Ferrein und Thilo Dahlmann.

Mara Casciomaracascio

(*1992) studiert zur Zeit Gesangspädagogik bei Thilo Dahlmann an der Hochschule für Musik und Tanz Köln. Im Sommer 2016 nahm sie an einem Meisterkurs bei Anette Kleine, Arthur Jansen und Ulrich Rademacher teil. 2015 sang sie im Rahmen einer Konzertreise unter der Leitung von Tanja Tismar in Dänemark und auch dieses Jahr wird sie mit einem kleinen Ensemble dort auftreten.

Johannes Klüser

johannes_klueser1_300dpi(Tenor) ist parallel zu seiner musikalischen Doppelausbildung (Kirchenmusik A, Köln, Gesang mit Künstlerischem Abschluss, Düsseldorf und Konzertexamen, Rostock, beide mit Auszeichnung) im In- und Ausland aufgetreten und hat sich neben dem Kunstlied (Schubert, Schumann, Wolf etc.) ein breit gefächertes Oratorienrepertoire (Bach, Händel, Haydn, Mendelssohn etc.) erarbeitet. Seine Ausbildung rundete er mit Meisterkursen bei Scot Weir, Mitsuko Shirai und Hartmut Höll, Christoph Pregardien und der Teilnahme an der Bachakademie Stuttgart (Helmuth Rilling, Masaaki Suzuki) ab. 1998 sang Johannes Klüser u. a. bei den Kammeroperfestspielen auf Schloss Rheinsberg den Lucano in Monteverdis „Die Krönung der Poppea“. 1999 ging er als Ensemblemitglied ans Theater Vorpommern (Stralsund/Greifswald), wo er u. a. als Beppo in Leoncavallos „Bajazzo“, als Flaut in Brittens „Sommernachtstraum“ und als Mozart in Rimski-Korsakows „Mozart und Salieri“ zu hören war. Seit 2003 lebt Johannes Klüser freischaffend in Köln, um sich wieder verstärkt dem Konzert- und Oratorienfach widmen zu können: Gastengagements führten ihn u.a. zu den Ostseefestspielen als Chateauneuf in Lortzings „Zar und Zimmermann“, zur Greifswalder Bachwoche, den Heinrich-Schütz-Tagen, zu den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, zum ersten Bach Festival nach Seoul und unter anderem in die Tokyo Opera City Concert Hall zusammen mit dem Bach Collegium Japan unter der Leitung von Masaaki Suzuki. Eine CD-Einspielung der Cäcilienmesse von Charles Gounod zusammen mit den Regensburger Domspatzen liegt vor. Seine neueste CD „Du bist wie eine Blume“ veröffentlichte Johannes Klüser zusammen mit dem Pianisten Tomáš Spurný beim Label ARS Produktion Schumacher. Diese Weltersteinspielung der wiederentdeckten Lieder von Wenzel Heinrich Veit (1806-1864) erhielt vom Internetportal www.klassik.com die Auszeichnung „Empfehlung der Redaktion“.

Der Bassbariton Thilo Dahlmann

Thilo Dahlmann Bas-Bariton Photo: Marco Borggreve

Photo: Marco Borggreve

studierte Gesang an der Folkwang-Hochschule Essen, wo er sein Konzertexamen mit Auszeichnung abschloss. Er sang am unter anderem am Zürcher Opernhaus, der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf und dem Theater St. Gallen unter Dirigenten wie Nello Santi, Franz Welser-Möst und Philipe Jordan wichtige Partien seines Fachs. Auf dem Konzertpodium führte ihn ein weit gefächertes Repertoire von Monteverdi bis zur Moderne an das Concertgebouw Amsterdam, die Philharmonie von Köln und Essen, die Tonhalle Zürich und Düsseldorf, die Konzerthäuser von Moskau, Bologna, die folle Journée in Nantes, Lissabon und Tokio. Hierbei sang er unter Dirigenten wie Thomas Hengelbrock, Michael Alexander Willens, Peter Neumann, Christoph und Andreas Spering, Daniel Reuss, Frieder Bernius und Jaap van Zweden. Zuletzt war er Gast der Salzburger Festspiele, des  Bachfestes Leipzig, der Händel-Festspiele Halle und des Schleswig-Holstein Musikfestivals. Zahlreiche DVD- und CD Aufnahmen dokumentieren seine Tätigkeit. Zuletzt veröffentlichte das Wiener Label Capriccio eine Debüt CD mit Schubertliedern, begleitet von Charles Spencer am Klavier. Neben seiner künstlerischen Tätigkeit unterrichtet Thilo Dahlmann Gesang an der Hochschule für Musik und Tanz Köln und im Rahmen einer Gastprofessur an der Kunstuniversität Graz.