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Sehr geehrte Damen und Herren,
verehrtes Publikum,

einmal mehr dokumentiert das Ökumenische Kirchenmusikfestival, das in diesem Jahr zum neunten Mal stattfindet, die herausragende Bedeutung der Kirchenmusik in unserer Stadt. Renommierte Chöre und Ensembles sowie Solistinnen und Solisten bringen sakrale Werke beider Konfessionen auf hohem Niveau zur Aufführung. Zu den Höhepunkten des Festivals gehören das Eröffnungskonzert im Kölner Dom mit Beteiligung von mehr als dreißig evangelischen und katholischen Chören sowie die Lange Chornacht und die Lange Orgelnacht.

Als Oberbürgermeisterin der Stadt Köln freut es mich besonders, dass mit dem Ökumenischen Kirchenmusikfestival nicht nur der interkonfessionelle Dialog gefördert, sondern auch ein wichtiger Beitrag zur Verständigung über Grenzen und Generationen hinweg geleistet wird. Denn neben dem Hauptprogramm hält das umfängliche Begleitprogramm mit Lesungen, Workshops, Stadtführungen, Ausstellungen und speziellen Angeboten für Kinder und Jugendliche für jeden das Passende bereit. In den über einhundert Veranstaltungen ist die gesamte Bandbreite der Kirchenmusik erfahrbar, vom besonders gestalteten Gottesdienst über Orgel- und Chorkonzerte bis hin zu Gospel und Spiritual – alles geleitet von dem diesjährigen Thema „Stirb und Werde“.

Den Organisatoren des Festivals gilt mein besonderer Dank ebenso wie allen Mitwirkenden, ohne deren Engagement und ehrenamtlichem Einsatz das Festival nicht möglich wäre. Ich wünsche dem 9. Ökumenischen Kirchenmusikfestival Köln viel Erfolg sowie allen Besucherinnen und Besuchern anregende und besinnliche Stunden.

Ihre

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Henriette Reker
Oberbürgermeisterin der Stadt Köln


Grußwort zum 9. Ökumenischen Kirchenmusikfestival Köln 2016

kleineAls Stadtdechant freue mich sehr, dass in diesem Jahr bereits zum neunten Mal das
Ökumenische Kirchenmusikfestival Köln stattfindet, welches bundesweit zu den größten seiner Art gehört.

Mehr als 100 Veranstaltungen laden dazu ein, den reichhaltigen Schatz der Kirchenmusik zu entdecken und 1500 Jahre Musikgeschichte zu erleben, kurzum sich auf das Abenteuer Kirchenmusik einzulassen und diese in unseren Kirchenräumen zu erfahren – und das nicht nur in den bekannten Innenstadt-Kirchen, sondern im ganzen Stadtgebiet sowie darüber hinaus im Rechts- und Linksrheinischen.

Eine Besonderheit des Kirchenmusikfestivals ist, dass keine externen Ensembles verpflichtet werden, sondern dass ausschließlich Solisten, Ensembles und Chöre aus Stadt und Region ihr Können präsentieren – und damit ihr hohes kirchenmusikalischen Niveau. So wünsche ich dem Festival viele interessierte und begeisterte Zuhörerinnen und Zuhörer. Dabei verbindet das diesjährige Leitwort „Stirb und werde“ die Wirklichkeit menschlichen Lebens mit der Glaubenshoffnung des Christentums.

Kirchenmusik prägt in vielfältiger Weise das ganze Jahr über das kirchliche Leben in unserer Stadt. Dafür bin ich sehr dankbar und wünsche nun allen Mitwirkenden viel Erfolg und gutes Gelingen sowie allen Besucherinnen und Besuchern viel Freude sowie neue geistige und geistliche Impulse.

Ihr

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Msgr. Robert Kleine


 

Domning, Rolf 08.09.2008Was machen Sie eigentlich am Ende des Jahres? Ich kann mir gut vorstellen, dass Sie den Jahreswechsel ähnlich verbringen wie ich: Sie sind erschöpft, erfüllt und vielleicht auch ein wenig froh darüber, dass Weihnachten und der Vorweihnachtsstress nun hinter Ihnen liegen. Im Zwischen-den-Jahren kommen Sie endlich zur Ruhe, sammeln sich und blicken dann mit neuer Kraft auf das Jahr, das vor Ihnen liegt.

Wie gut, dass im rhythmischen Ganzen des Kirchenjahres dieses erholsame Zwischendrin bereits vor der Weihnachtszeit stattfindet: Mit dem Buß- und Bettag als letztem Feiertag endet das alte Jahr, mit der Adventszeit und dem Blick auf die Ankunft des neuen Lebens in der Krippe beginnt das nächste. Eine schöne Tradition, die wir dringend mit unseren Terminkalendern in Einklang bringen sollten!

Dieses Jahr bekommen Sie musikalische Hilfe beim Innehalten. Denn das ökumenische Kirchenmusikfestival Köln widmet sich im Jahr 2016 dem spannungsvollen Zwischenraum von Jahresende und Jahresbeginn. Unter dem Motto „Stirb und Werde“ hat das Regionalkantorat Köln ein wirklich außergewöhnliches Programm mit mehr als 120 Beiträgen zusammengestellt: Von „Gospel meets Classic“, über die lange Chornacht in der Trinitatiskirche bis hin zu dem Kunstprojekt des Malers Gerhard Mevissen.

Ziehen Sie das Zwischen-den-Jahren doch einfach vor und nutzen Sie die musikalische Unterbrechung Ihres Alltags, um sich selbst wiederzufinden. Vielleicht nehmen Sie in der darauf folgenden Adventszeit dann ja ganz neue Zwischentöne wahr!

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Pfarrer Rolf Domning
Stadtsuperintendent des Evangelischen
Kirchenverbands Köln und Region


 

Herzlich Willkommen

Kaets_mg_5428_PortraitZum neunten Mal seit 1997 gestalten die KirchenmusikerInnen des Ökumenischen Kantorenkonvents Köln gemeinsam das Kölner Kirchenmusikfestival.
Unter dem Thema „Stirb und Werde“ werden in vielen Kölner Kirchen hochrangige Konzerte, musikalisch besonders gestaltete Gottesdienste, vielfältige Angebote für Kinder und Jugendliche, eine musikalische Stadtführung oder ein Ausstellungsprojekt… – insgesamt weit über 100 Veranstaltungen –  die Bandbreite kirchenmusikalischen Tuns präsentieren.
 
Dabei ist uns wichtig, dass wir nicht nur in den bedeutenden Kirchen der Innenstadt konzertieren, sondern über ganz Köln und darüber hinaus verteilt Kultur zu den Menschen vor Ort bringen. Die allermeisten Angebote sogar kostenfrei oder gegen freiwillige Kollekte.
 
Das Kölner Kirchenmusikfestival punktet mit seinem kreativen Netzwerk von über 2000 Mitwirkenden: Es gibt keine weitere Stadt in Deutschland mit einer solchen Bandbreite, Ausführendenzahl und einer solchen Fülle musikalischen Tuns auf vergleichbar hohem Niveau; es gibt viele herausragende und dabei stilistisch unterschiedlichste Orgel(neu)bauten; es gibt nirgendwo sonst so viele hauptberufliche KirchenmusikerInnen wie im evangelischen und katholischen Köln, die insgesamt mehr als 500 Chorgruppen und Ensembles leiten; die Vernetzung zwischen kirchenmusikalischer, freier und institutioneller Szene ist vorbildlich und kreativ wie gastfreundlich und neugierig.
 
Einen Schwerpunkt widmen wir dem Komponisten Max Reger (1873 – 1916) anl. Seines 100. Todestages, jenem „katholischen Meister evangelischer Choräle“, wie sein Biograf Adalbert Lindner formuliert hat. So erklingen die meisten seiner großen Choralfantasien, oft als Dialogkonzert mit weiteren Zeitgenossen, und einige seiner bedeutendsten Chorwerke, die zum kompositorisch wie künstlerisch Komplexesten zählen, was an – oder gar über – der Schwelle zur Moderne auf diesem Gebiet entstand.
 
Das Kölner Kirchenmusikfestival bündelt nun die vorhandenen Kräfte auf zwei Ebenen:
 
1. Ein „On-Festival“ mit künstlerischen Highlights an zentralen Orten. Dabei werden immer auch wieder musikalische Projekte realisiert, die die Kooperation als herausfordernde Chance und Basis künstlerischen Tuns voraussetzen.
 
Dazu zählt als Highlight die „Lange Chornacht“ am 26.11. in der ev. Trinitatiskirche  als Festivalhighlight, die sich in fünf Konzerten ganz dem Übergang von Ende/Tod (Abschluss des Kirchenjahres, Christkönigssonntag, Totensonntag) zum Werden/Neubeginn (Advent als Neustart des Kirchenjahres hin mit dem hoffnungsvollen Blick auf die Menschwerdung zu Weihnachten) widmet – von Brahms „Deutsches Requiem“ über zeitgenössische Totenklagen von Taverner und Dean, Duruflés hinreißendes „Requiem“ und Händels Oberklasse-Chorherausforderung „Dixit Dominus“ bis zur „Wachet auf“ Kantate  und dem „Magnificat“ Johann Sebastian Bachs.

Dazu gehören ebenso eine ganze Reihe spektakulärer Konzerte wie beispielsweise Regers gigantischer „100. Psalm“ am 20.11. in St. Aposteln oder zwei Konzerte mit drei Bach-Kantaten in einer Jazz-Fusion-Bearbeitung  am 25. und 27.11. in der Rochuskirche sowie Reger-Orgelzyklen, die fast alle seiner Hauptwerke präsentieren und eine Orgelnacht mit Professoren der Musikhochschule Köln.
 
2.  Ein „Off-Festival“ mit rund 100 dezentralen Veranstaltungen wie Liturgiegestaltungen, Konzerten, musikalischer Stadtführung, Ausstellungsprojekt, Akzenten zum mitmachen oder speziellen Angeboten für Familien mit Kindern, das Musik in alle Stadtteile Kölns bringt.
 
Eröffnet wird das Festival am 18.11. von über 1000 SängerInnen aus mehr als 30 evangelischen und katholischen Chören im Kölner Dom unter Anwesenheit des ev. Stadtsuperintendenten Rolf Domning und des kath. Stadtdechanten Robert Kleine.
 
 
Wir laden Sie herzlich ein, neugierig zu sein!

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Wilfried Kaets
Projektleitung